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BERLIN, 28. April 2014 – Deutschland wird durch die Entwicklungsergebnisse des Medium Extended Air Defense Systems (MEADS) in die Lage versetzt, sein künftiges Luftverteidigungs- und Raketenabwehrsystem aufzubauen. Dies unterstrichen Marillyn Hewson, President und CEO von Lockheed Martin und Thomas Homberg, Geschäftsführer von MBDA Deutschland, in Berlin.

„Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Italien und den Vereinigten Staaten von Amerika im Medium Extended Air Defense System-Programm ist ein hervorragendes Beispiel vereinter Stärke angesichts der heutigen, weltweiten Bedrohungsszenarien“, sagte Hewson in ihrer Ansprache im Rahmen einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). „MEADS bietet die besten Voraussetzungen, um Europa vor taktischen ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Flugzeugen zu schützen.“

Homberg ergänzte: „Den aktuellen und künftigen Bedrohungen im Bereich der Luftverteidigung werden wir mit Technologien, wie sie das MEADS-Programm liefert, gleichermaßen effektiv und effizient begegnen können. Mit den MEADS-Entwicklungsergebnissen werden für Deutschland aber auch Kooperationspartner die Voraussetzungen geschaffen, ein bedrohungsgerechtes und zukunftsfähiges Luftverteidigungs- und Raketenabwehrsystem aufzubauen und damit einen substantiellen Beitrag zur NATO Missile Defence zu leisten.“

MEADS ist ein hochmobiles, interoperables Luftverteidigungs- und Raketenabwehrsystem mit einer offenen und erweiterbaren Plug&Fight-Systemarchitektur. Es wurde entwickelt, um das PATRIOT-System in Deutschland abzulösen. Das MEADS-Programm startete 2004. Im November 2013 demonstrierte MEADS weltweit erstmalig die 360 Grad-Fähigkeit gegen zwei aus verschiedenen Richtungen anfliegende Ziele. MEADS erfasste und zerstörte bei dem Test eine taktische ballistische Rakete (TBM) und einen unbemannten Kampfjet.

In ihrer Rede betonte Hewson, dass Lockheed Martin der Bundeswehr sowie den deutschen Industrien aus Luftfahrt und Verteidigung seit mehr als 50 Jahren als strategischer Partner eng verbunden ist. Sie fügte an: „Deutschlands Beitrag zum MEADS-Programm ist herausragend. Unsere Industriepartner MBDA Deutschland und Airbus spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Systems und die industrielle Partnerschaft ist beispiellos.” Hewson sagte zudem zu, dass Lockheed Martin bereit steht und vorbereitet ist, die auf der Grundlage der MEADS-Technologien geplanten nationalen Folgeprogramme in Deutschland und Italien auch in Zukunft zu unterstützen. Den europäischen Partnern wird insbesondere die Nutzung des PAC-3 Missile Segment Enhancement (MSE)-Flugkörpers ermöglicht. PAC-3 MSE ist der weltweit fortschrittlichste und leistungsfähigste Lenkflugkörper seiner Klasse.

Lockheed Martin mit Hauptniederlassung in Bethesda, Md., ist ein globales Sicherheits- und Luftfahrtunternehmen, das rund 113.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Das Unternehmen ist tätig in Forschung, Entwicklung, Herstellung, Integration und Wartung technologischer Systeme, Produkte und Dienstleistungen. Der Nettoumsatz von Lockheed Martin belief sich im Jahr 2013 auf 45,4 Milliarden USD.
Mit ihren Standorten in fünf europäischen Ländern und in den USA hat MBDA im Jahr 2013 einen Umsatz von € 2,8 Mrd. erzielt und verzeichnet einen Auftragsbestand von € 10,8 Mrd. Mit mehr als 90 Militärkunden in aller Welt ist MBDA ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Lenkflugkörper und Lenkflugkörpersysteme. MBDA ist ein Gemeinschaftsunternehmen von AIRBUS Group (37,5%), BAE SYSTEMS (37,5%) und FINMECCANICA (25%).

Text und Bild MBDA
http://meads-amd.com/ 
http://www.lockheedmartin.com/us/products/meads.html 
http://www.mbda-systems.com/products/gbad/meads/6/