Meckenheim, 16. November 2021 – Seit der Einführung entwickelt die BWI als Digitalisierungspartner der Bundeswehr den Messaging-Dienst kontinuierlich weiter – auf Basis von Anforderungen des Auftraggebers und von Rückmeldungen der Nutzer*innen. Alle vier Wochen gibt es ein neues Release. So ist es seit Anfang des Monats möglich, mit dem BwMessenger auf speziellen dienstlichen Mobilgeräten auch Inhalte auszutauschen, die als „Verschlusssachen – nur für den Dienstgebrauch“ (VS-NfD) eingestuft sind. Die so klassifizierten Informationen unterliegen einer höheren Schutzbedürftigkeit und werden daher in einem noch stärker gesicherten Bereich verarbeitet. Damit erweitert sich der Anwendungsbereich der App erheblich. Außerdem ist bereits seit Oktober der Versand von Sprachnachrichten möglich – ein Feature, das sich besonders die Nutzer*innen gewünscht hatten.

App Icon des BwMessenger auf einem Smartphone

App-Icon des BwMessenger auf einem Smartphone © BWI GmbH

Sicherheit durch Datensouveränität

Die marktüblichen Standardprodukte können bei der Bundeswehr aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden. Was die Bundeswehrlösung von anderen Messenger-Diensten abhebt: Sie wird auf eigener IT-Infrastruktur der BWI betrieben. Damit besitzt die Bundeswehr die volle Souveränität über die Daten: Sie werden verschlüsselt in einer eigenen Umgebung und nicht auf dem Speicher des Smartphones oder gar auf Offshore-Servern abgelegt.

 Open Source ermöglicht kontinuierliche Entwicklung

Für den BwMessenger verwendet die BWI den Open-Source-Protokollstandard „Matrix“. Dadurch kann sie den Dienst jederzeit anpassen und erweitern. Und nicht nur die Chat-Funktionen der App werden weiterentwickelt: „Der BwMessenger kann mehr“, gibt Solution Developer Björn Reiners von der BWI einen Ausblick. „So ist in weiteren Ausbaustufen die Integration anderer Anwendungen geplant, zum Beispiel von Bestell- und Ticketsystemen.“

Darüber hinaus hat „Matrix“ als technische Basis des BwMessengers auch das Potenzial für weitere Verwendungen: etwa im Internet of Things, zum Beispiel bei der Übermittlung von per Fernmessung erhobenen Telemetriedaten in der Fahrzeugtechnik. Dass der Open-Source-Ansatz für die Einführung eines sicheren Messaging-Dienstes erfolgreich ist und zudem Raum für viele Anwendungsgebiete lässt, hat die BWI mit dem BwMessenger gezeigt. Interesse an der Lösung haben daher auch andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung: Sie könnten künftig vom Know-how der Bundeswehr und der BWI profitieren.

Der BwMessenger ist eine Secure-Messaging-App speziell für Angehörige der Bundeswehr. Er läuft auf dienstlichen PCs, Smartphones und Tablets. Außerdem steht er zur freiwilligen Nutzung auf privaten Android- und iOS-Geräten zur Verfügung. Die BWI hat die Anwendung inmitten der Corona-Pandemie in kürzester Zeit entwickelt und in die App-Stores gebracht, damit auch Soldat*innen und zivile Mitarbeiter*innen der Bundeswehr sicher chatten können – eine wichtige, schnelle Form der Kommunikation, gerade in Zeiten, in denen viele Kolleg*innen im Homeoffice arbeiten.

Mehr dazu unter www.bwi.de