Düsseldorf, 29. März 2021 –  Die Bundeswehr hat die EuroSpike GmbH, ein Joint Venture Rheinmetalls mit den Partnern Diehl Defence und Rafael, einen weiteren Auftrag zur Lieferung der modernen Panzerabwehrlenkflugkörpersysteme MELLS erteilt. Aus dem bestehenden Rahmenvertrag wurden 666 Lenkflugkörper und 82 Waffenanlagen abgerufen. Der Auftragswert liegt bei rund 88 Mio. Euro. Rheinmetall wird dabei Schlüsselkomponenten an Eurospike, den Hersteller der Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersysteme (MELLS), liefern. Für Rheinmetall verbindet sich mit dieser Beauftragung ein Auftragseingang von rund 17 Mio. Euro netto. Die Auslieferung erfolgt zwischen 2022 und 2024.

Das jetzt von der Bundeswehr beauftragte vierte Los der MELLS Flugkörper ist für den Einsatz bei Infanterie und Panzergrenadiertruppe vorgesehen. Rheinmetall wird 82 Waffenanlagen („Integrated Command and Launch Unit“) einschließlich Transport- und Lagerbehältern sowie 666 Sätze mit Komponenten für den von Rafael hergestellten Lenkflugkörper Spike LR (Long Range) ausliefern. Die jetzt bestellten Waffenanlagen des neuesten Typs können bereits den verbesserten Spike-Lenkflugkörper LR 2 verschießen.

Waffenanlage mit VRU w

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Der im Oktober 2019 geschlossene Rahmenvertrag enthielt eine Option zur Herstellung und Lieferung von rund 100 Waffenanlagen und einer fünfstelligen Zahl von MELLS Lenkflugkörpern im Zeitraum 2024 bis 2031. Insgesamt würden sich hieraus für Rheinmetall Auftragseingänge in einem dreistelligen MioEUR-Bereich verbinden.

Das von EuroSpike – einem Joint Venture an dem Rheinmetall 40 Prozent hält – hergestellte MELLS ist ein moderner Effektor der neuesten Generation. Er lässt sich gegen gepanzerte Bodenziele auf Entfernungen von bis zu 4.000 Metern bzw. 5.500 Metern (Spike-LR 2) einsetzen. Rheinmetall verfügt über eine ausgewiesene Expertise bei MELLS. So integrierte das Unternehmen den modernen Lenkflugkörper bereits in den Schützenpanzer Marder und derzeit in den Schützenpanzer Puma. Zudem erfolgt durch ein anderes Unternehmen die Integration in den Luftlandewaffenträger Wiesel.

Auf längere Sicht hätte auch die weitergehende Vernetzung der Waffenanlagen und der Lenkflugkörper mit dem ebenfalls von Rheinmetall gelieferten Soldatensystem „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ über das Führungs- und Informationssystem TacNet Zukunftspotential. Hierdurch kann die Sensor-to-Shooter-Kette weiter optimiert werden.

Mehr dazu unter www.rheinmetall-defence.com