Wunstdorf, 3. Februar 2021 – Am 3. Februar startete vom Fliegerhorst Wunstorf ein Bundeswehr-Airbus A400M Richtung Portugal. An Bord der Maschine sind 26 Sanitätssoldatinnen und -soldaten. Das Team besteht aus Ärzten und Pflegekräften, die zu ihrem Hilfseinsatz in das besonders von der Corona-Pandemie betroffene Land fliegen.

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Generaloberstabsarzt Dr. med. Ulrich Baumgärtner spricht auf dem Fliegerhorst Wunstorf vor den Medienvertretern
über die Hilfeleistung Portugal (© Foto Bundeswehr/Jane Schmidt)

Müde, aber durch die Grüße aufgemuntert, verlässt das Team pünktlich um 5:00 Uhr die Evenburg-Kaserne im ostfriesischen Leer. Ziel ist der Fliegerhorst Wunstorf, Heimat des Lufttransportgeschwaders 62. Der Luftwaffenstandort nahe Hannover ist gleichzeitig der einzige Stationierungsort des Transportfliegers Airbus A400M. Das 45 Meter lange Transportflugzeug bringt neben dem 26-köpfigen Sanitätspersonal auch das dringend benötigte Material, wie Beatmungsgeräte, Infusionspumpen und Verbrauchsmaterial, in das Krisenland. In Lissabon wird die Maschine von der portugiesischen Gesundheitsministerin und dem Verteidigungsminister empfangen.

Gesundheitssystem ist am Limit
Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner, begleitete seine Soldatinnen und Soldaten. In einem Pressestatement kurz vor dem Abflug des Airbus A400M betonte der ranghöchste Sanitätsoffizier die schwierige Lage in Portugal. Grund dafür ist auch die neue britische Virusvariante. Die Kapazitäten in den Krankenhäusern seien ausgeschöpft. Dabei liegen solche Hilfsleistungen quasi in der DNA des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Dies zeigt die derzeitige Corona-Pandemie, wo zahlreiche Sanitätskräfte unter anderem in Impfzentren, Gesundheitsämtern oder in Pflegeheimen eingesetzt werden.

Quelle Bundeswehr/Uwe Henning

Mehr dazu auch im kommenden HARDTHÖHENKURIER

Interview in HHK 6/2020: Generaloberstabsarzt Dr. med. Ulrich Baumgärtner stellt sich
den Fragen des HARDTHÖHENKURIER. Das Interview lesen Sie hier.