Taufkirchen, 2. Februar 2021 – Der Sensorspezialist HENSOLDT wird die COBRA-Artillerieortungsradare modernisieren, die bei einigen NATO-Streitkräften im Einsatz sind. Im Rahmen eines Vertrags mit der multinationalen europäischen Beschaffungsbehörde OCCAR (Gemeinsame Organisation für Rüstungskooperation) wird HENSOLDT den Radar Target Generator (RTG) ersetzen, der als Schlüsselelement der COBRA-Testumgebung für die Bestimmung des optimalen Einsatzes und die Prüfung der Systemleistung erforderlich ist.

Der RTG generiert Echosignale von Primärradarzielen und kann im Fernbereich des Radars für die Simulation der Flugbahn der Ziele eingesetzt werden. Er ist das zentrale Gerät für die Prüfung und Verifizierung der COBRA-Systemleistung mithilfe reproduzierbarer Objektflugbahnen.

Cobra Bw red web

Artillerieortungsradar der Bundeswehr im Gelände. Foto: ©Bundeswehr

Bei der neuen RTG-Version wurden geänderte Einsatzanforderungen der Nutzerländer berücksichtigt, etwa in Bezug auf den Langzeiteinsatz an festen Radarstationen, den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Systeme oder die Nonstop-Überwachung. Der COBRA-Modernisierungsauftrag unterstreicht das Engagement von HENSOLDT für eine vertrauensvolle Partnerschaft mit der OCCAR und zeigt die Unterstützung, die dem System bei den anstehenden Herausforderungen in der In-Service-Support-Phase und bei der Nutzungsdauerverlängerung zuteilwird.

COBRA ist ein mobiles Radar zur Ortung feindlicher Artillerie- und Raketenstellungen und zur Vorausberechnung der Geschossflugbahnen, so dass frühzeitig Warnmeldungen ausgegeben und Schutzmaßnahmen ergriffen werden können. In seiner Erstkonfiguration wurde es vom EuroArt-Konsortium (HENSOLDT, Thales und Lockheed Martin) für die Streitkräfte Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens entwickelt. Inzwischen kommen mehr als 40 Systeme unterschiedlicher Konfiguration bei den deutschen, französischen, türkischen und verschiedenen außereuropäischen Streitkräften zum Einsatz.

Mehr dazu unter www.hensoldt.net