Bad Reichenhall, 27. Juli 2020  - Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Thomas Silberhorn, besuchte am 15. Juli die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ in Bad Reichenhall und das Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald. Der Gast aus Berlin informierte sich über das besondere Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe sowie deren Ausstattung und suchte das Gespräch mit den Soldaten.

Im Rahmen eines Informationsbesuches empfing der stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Peter Eichelsdörfer, den Staatssekretär. "Großartige Bergkulisse. Sie sind privilegiert, hier arbeiten zu können“, erwiderte Thomas Silberhorn nach einem Rundblick auf die umliegenden Berge begeistert. Im Anschluss erhielt der Staatssekretär einen Lagevortrag über die Aufgaben, Ausbildung und Ausstattung der Gebirgsjägerbrigade 23.

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Oberst Eichelsdörfer (l.) zeigt Staatssekretär Silberhorn die Regionalausstellung der Gebirgsjägerbrigade 23.
Foto: © Bundeswehr/Alexander Hartkopf

Besondere Fähigkeiten und besondere Ausrüstung

Bei einem kurzen Rundgang durch die Regionalausstellung informierte sich der Politiker über die Geschichte und die zahlreichen Auslandseinsätze der Brigade. Anschließend besuchte der Staatssekretär das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 (EAZ 230). Die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 sind zum Kampf im schwierigen bis extremen Gelände und unter extremen Wetterbedingungen befähigt. Diese mit Maultieren und Haflingern ausgestattete Einheit ist in der Lage, die Gebirgssoldaten in Bereichen im Hochgebirge zu versorgen, die für Fahrzeuge unzugänglich sind.

Danach demonstrierten Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 Teile ihrer speziellen Ausrüstung, wie Klettergerät und die Sonderausstattung für arktische Klimazonen. Oberst Eichelsdörfer hob dabei die Qualität der Sonderausstattung hervor, die die Gebirgsjäger bereits unter arktischen Bedingungen in Nordnorwegen testen konnten.

Gespräche mit Gebirgssoldaten

Staatssekretär Silberhorn nutzte auch die Zeit, mit Gebirgssoldaten persönlich ins Gespräch zu kommen und deren Meinungen aufzunehmen. Er informierte sich an den Stationen über die Arbeitsweisen und die jeweilige Motivation sowie die Hintergründe der Soldaten. "Ich habe einen guten Eindruck von der Gebirgsjägerbrigade 23 gewonnen. Es sind auch viele motivierte Soldatinnen und Soldaten vor Ort", betonte der Staatssekretär.

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Staatssekretär Silberhorn (2.v.r.) unterhält sich mit Soldaten hinter einem GTK Boxer.
Foto: ©Bundeswehr/Alexander Hartkopf

Besuch in Mittenwald

Am Nachmittag flog Staatssekretär Silberhorn mit einem Hubschrauber zur Edelweiß-Kaserne nach Mittenwald. Oberstleutnant Jakob Klötzner, Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 233, begrüßte den Staatssekretär. Vor Ort verlegte der Politiker mit einem Gefechtsfahrzeug vom Typ BV 206 Hägglund zur Standortschießanlage.   Dort erhielt der Staatssekretär eine Einweisung in den Betrieb eines Gefechtsstandes, der Kommandozentrale des Bataillons. Mit einem Gefechtsfahrzeug vom Typ Wiesel ging es zur nächsten Station, dem Überwinden von Geländeeinschnitten. Die Mittenwalder Jäger demonstrierten ihre besonderen Fähigkeiten beim Überwinden der Seinsbachschlucht mit Hilfe einer Seilrutsche. Dies wurde in voller Montur und teilweise mit schweren Ausrüstungsgegenständen und Waffen durchgeführt.

Fazit des Staatssekretärs

"Die Gebirgsjäger haben militärische Fähigkeiten, die wir für die Landes- und Bündnisverteidigung brauchen. Es ist wichtig zu sehen, dass wir damit in der NATO auch eine besondere Rolle einnehmen. Dazu gehören auch einige Besonderheiten in der Ausrüstung. So nehme ich jetzt auch einen Strauß an Hausaufgaben mit nach Berlin“, resümierte Staatssekretär Silberhorn.

Quelle: GEBIRGSJÄGERBRIGADE 23 / Pressestelle

Text: Bundeswehr/Alexander Hartkopf, Eckhard Michel