Berlin, 23. Juli 2020 – Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Tauber und General Markus Laubenthal, stellvertretender Generalinspekteur der Bundeswehr, stellen heute in Berlin den neuen „Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“ vor. Unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“ wird es ab nächstem Jahr ein Ergänzungsangebot zum bestehenden Freiwilligen Wehrdienst geben. Anfang Juli hatte Kramp-Karrenbauer die Pläne erstmals öffentlich gemacht. Jugendliche, die sich für den Dienst entscheiden, sollen demnach eine siebenmonatige militärische Grundausbildung erhalten und in der Folge fünf Monate lang heimatnah Dienst als Reservisten leisten. Bereits 2021 sollen die ersten Freiwilligen starten. „Als Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr ist es unsere Aufgabe alle Reservistinnen und Reservisten zu betreuen. Wir werden unser Angebot dahingehend ergänzen, dass sich auch jüngere Kameradinnen und Kameraden weiter mit Freude in der Reserve engagieren“, betont Verbandspräsident Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB.

Der Reservistenverband hält die Pläne Kramp-Karrenbauers sowie die avisierte Stärkung und den Aufwuchs der Strukturen der Reserve für richtig und notwendig: „Die Bundeswehr und die Gesellschaft werden von einem Ausbau des Freiwilligendienstes profitieren. Der gesellschaftspolitische Aspekt des Dienstes ist nicht zu unterschätzen“, ist Prof. Dr. Sensburg MdB überzeugt. Der Vorschlag der Verteidigungsministerin für einen Freiwilligendienst in der Bundeswehr geht in eine ähnliche Richtung, wie die Forderung des Reservistenverbandes nach einem allgemeinen Gesellschaftsdienst. „Wir begrüßen, dass es nun schnell in die konkrete Umsetzung gehen soll. Jetzt kommt es darauf an, den Schwung mitzunehmen und weitere Möglichkeiten eines Gesellschaftsdienstes breit zu diskutieren. Der VdRBw hat hierzu Vorschläge gemacht“, sagt Verbandspräsident Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB.

Der Verband setzt sich bereits seit 2015 für die Einführung eines allgemeinen Gesellschaftsdienstes ein und hat dazu bereits ein Positionspapier veröffentlicht. „Ich bin überzeugt, dass die Auswirkungen auf den Zusammenhalt der Gesellschaft unser Zusammenleben nachhaltig positiv prägen wird, auch in Bezug auf die Fälle von Rechtsextremismus, die in den letzten Monaten immer wieder zutage kamen“, so Sensburg weiter. Zwar reiche ein solcher Dienst allein nicht aus, um Extremismus in der Truppe zu begegnen, jedoch könne dieser Schritt einen Teil dazu beitragen, um extremistische Ideologien in der Truppe zurückzudrängen.

Mehr Informationen unter www.reservistenverband.de

 

Quelle: Benjamin Vorhölter/Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V.