Ulm, 14. August 2019 – Der Anbieter von Sensorlösungen HENSOLDT wird das norwegische Küstenwachschiff „Svalbard“ mit der neuesten Version seines Schiffsradars TRS-3D und seines Freund-Feind-Erkennungssystems (IFF) MSSR 2000 I ausrüsten. Der aktuelle Auftrag ist bereits der zweite Modernisierungsvertrag zwischen HENSOLDT und der norwegischen Beschaffungsbehörde, nachdem das Unternehmen schon zuvor beauftragt wurde, die drei neuen arktischen Patrouillenboote im P6615-Programm mit den modernisierten Radar- und IFF-Systemen auszurüsten.

Im Rahmen der beiden Verträge im Gesamtwert von 27 Millionen Euro wird HENSOLDT ab 2021 vier TRS-3D-Radare samt hochmoderner Halbleiter-Technologie und Signalverarbeitungssoftware liefern, parallel zum Programm für den Bau der neuen arktischen Patrouillenboote. Das TRS-3D umfasst auch ein MSSR-2000-I-Sekundärradar zur Freund-Feind-Erkennung. Dieses lässt sich nach allen derzeitigen IFF-Standards betreiben, unter anderem nach dem neuen Standard „Mode S/Mode 5 Level 1/2“, sodass die neuesten NATO-Anforderungen erfüllt sind.

TRS 3D Svalbard

© HENSOLDT

„Unser TRS-3D-Schiffsradar arbeitet extrem zuverlässig und eignet sich vor allem für Missionen in Küstengewässern“, erklärt HENSOLDT-CEO Thomas Müller. „Wir sehen den Auftrag zur Modernisierung der bereits im Einsatz befindlichen Radare als klares Zeichen dafür, dass der Kunde mit unseren Produkten und Leistungen zufrieden ist.“

Das TRS-3D ist ein dreidimensionales Multimode-Schiffsradar zur Luft- und Seeraumüberwachung. Es besitzt die Fähigkeit zur Korrelierung der Positions- und Bewegungsdaten von Zielen mit dem Identifikationssystem MSSR 2000 I zur automatischen Identifizierung von Schiffen und Flugzeugen. Diese Eigenschaft ist von zentraler Bedeutung für die Vermeidung von Freundbeschuss und die Erstellung eines umfassenden Lagebilds. Das System dient der automatischen Ortung und Verfolgung aller Arten von Luft- und Seezielen sowie der sicheren Führung der Bordhubschrauber. Dank seiner Signalverarbeitungstechnologien ist das TRS-3D insbesondere auch für die Früherkennung tief fliegender oder sich langsam fortbewegender Objekte unter schwierigsten Umgebungsbedingungen geeignet.

Weltweit sind mehr als 50 Systeme dieses Radars bei verschiedenen Marinestreitkräften im Einsatz. Zu den bereits mit dem Radar ausgerüsteten Schiffen zählen Fregatten und Korvetten der deutschen Marine, die Küstenwachschiffe der US Coast Guard sowie die „Squadron 2000“-Patrouillenboote der finnischen Marine.

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