Ulm, 6. August 2019 – Der Sensor-Lösungsanbieter HENSOLDT rüstet das zweite Los der Korvetten vom Typ K130 der Deutschen Marine mit seinem Schiffsradar TRS-4D Rotator und seinem Freund-Feind-Erkennungssystem (IFF) MSSR 2000 ID aus. Jetzt hat das Unternehmen – nur ein halbes Jahr nach Auftragserteilung - bereits die Werksabnahme des zweiten Systems durch die Beschaffungsbehörde BAAINBw erfolgreich abgeschlossen.

„Mit dem TRS-4D erhalten die Korvetten ein extrem leistungsfähiges Radar“, sagt HENSOLDT-CEO Thomas Müller. „Nachdem wir unsere Radar-Produktion jüngst auf Serienfertigung umgestellt haben, konnten wir die Lieferzeiten an unsere Kunden deutlich verkürzen“.

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HENSOLDT hat sieben Radare für fünf Schiffe und zwei Landanlagen unter Vertrag, die bis 2022 geliefert werden sollen. Das Unternehmen hatte bereits das erste Los K130 mit seinem TRS-3D-Radar ausgerüstet. Für das jetzt beauftragte 2. Los wird das moderne TRS-4D in einer Version mit einer mechanisch drehenden Antenne (TRS-4D Rotator) geliefert, die u.a. auch für das Küstenkampfschiff LCS der US Navy unter Vertrag ist. Eine Version mit vier feststehenden Planarantennen kommt auf der neuen Fregatte F125 zum Einsatz. TRS-4D ist Teil einer Produktfamilie, die auch das bodengebundene Luftverteidigungsradar TRML-4D umfasst. Es profitiert somit von kürzeren Produktionszyklen, kontinuierlichen Produktverbesserungen sowie Vorteilen in der Ersatzteilbevorratung und Ausbildung.

Das TRS-4D Rotator ist für die Flugabwehr und Seezielbekämpfung ausgelegt. Seine rotierende Antenne bietet eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Azimut-Abtastung, so dass Ziele sehr schnell erfasst und verfolgt werden können. Die AESA-Technologie des Radars ermöglicht dank einer höheren Empfindlichkeit eine präzisere Ortung insbesondere kleinerer und manövrierender Objekte und ebenso eine schnellere Zielbestätigung, so dass der Schiffsbesatzung mehr Zeit bleibt, auf Bedrohungen zu reagieren. Das Radar kann kundenspezifisch programmiert werden. Dadurch lassen sich über die Software Änderungen an seinen Eigenschaften vornehmen. Das Radar kann an die sich im Laufe der Nutzungsdauer ändernden Anforderungen angepasst werden.

In das Radar integriert ist auch ein MSSR-2000-I-Sekundärradar zur Freund-Feind-Erkennung (Identification-Friend-or-Foe, IFF), das mit allen IFF-Standards einschließlich des neuesten „Mode S/Mode 5“ arbeitet. Das ist umso wichtiger, als derzeit alle NATO-Streitkräfte und ihre Alliierten ihre IFF-Systeme auf den Mode 5-Standard umrüsten. Die Mode-5-Fähigkeit ermöglicht deshalb die Teilnahme an teilstreitkräfte-übergreifenden Operationen im Verbund mit NATO- und anderen Bündnis-Truppen.

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