München, 28. Oktober 2016.– Zwischen dem Ausrüstungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) wurde am 27.10.2016 in Koblenz ein Vertrag über die Beschaffung von sieben Leguan-Brückenlegesystemen auf Leopard 2 Fahrgestell unterzeichnet. Das Projekt umfasst auch Transportsysteme sowie Ausbildungssimulatoren und Zusatzausrüstung. Zwischen 2018 und 2021 werden die Fahrzeuge an die Bundeswehr geliefert. Insgesamt beläuft sich das Auftragsvolumen auf rund 88 Mio. EUR.

Damit erhält die Bundeswehr die Befähigung, Gewässer und Geländeeinschnitte auch mit schwerem Gerät in der militärischen Lastenklasse MLC80 (rund 72 Tonnen) zu überschreiten. Deutschland hatte der NATO diese Fähigkeit im Rahmen seiner Beteiligung an der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) ab 2019 zugesichert. Das System ist in der Lage, eine Brücke mit 26 Metern Länge oder alternativ zwei Brücken mit je 14 Metern Länge unter Gefechtsbedingungen zu transportieren und zu verlegen.

Der Leguan auf Leopard 2 Fahrgestell zählt nun fünf Nutzer. Insgesamt betreiben Armeen aus 17 Ländern das Leguan-Brückenlegesystem auf unterschiedlichsten Mobilitätsplattformen.

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Bild 2 Verlegung 14m Bruecke Bw klein

 „Verlegung einer 14 m Brücke“ © Bundeswehr / Braatz

 Neue Brücken für das Deutsche Heer – Vertrag für das System LEGUAN abgeschlossen

Koblenz, 28. Oktober 2016 - Im Zeitraum von 2018 bis 2021 erhält die Bundeswehr sieben Systeme der Gefechtsfeldbrücke / gepanzertes Brückenlegesystem des Herstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW), das auf dem von ihm entwickelten Produkt LEGUAN basiert. Der am 27. Oktober 2016 vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und KMW unterzeichnete Vertrag hat ein Volumen von 88 Mio Euro.

KMW baut sieben Leopard 2-Panzer aus dem Bestand der Bundeswehr um und stattet sie mit Panzerschnellbrücken aus. Das System umfasst eine verlegbare Brücke von 26 Metern Länge, zwei Brücken von je 14 m Länge sowie ein zusätzliches Transportsystem, bestehend aus einer geschützten Sattelzugmaschine mit Sattelauflieger. Für die Schulung der Besatzungen wird ein Ausbildungssimulator mit Bedienelementen mitgeliefert. „Mit diesem Vertrag befähigen wir das Deutsche Heer, mit allen militärischen Fahrzeugen bis hin zum Leopard 2 kleinere Flüsse sowie Geländeeinschnitte zu überwinden“, sagte Armin Schmidt-Franke, Vizepräsident des BAAINBw anlässlich der Vertragsunterzeichnung am 27. Oktober 2016.

Das neue System hebt die Beweglichkeit schwerer Einsatzverbände der Bundeswehr im Vergleich zum Vorgängersystem BIBER MLC 50, das auf einem Leopard 1-Fahrgestell aufbaut, auf ein neues Niveau. Die Eigenschaften insbesondere im Hinblick auf Brückenlänge, Tragfähigkeit, Schutz und Mobilität werden erheblich verbessert.

Mit dem geschlossenen Vertrag wird die Erneuerung des heutigen Bestands von 28 Vorgängersystemen mit einem ersten Los von sieben Stück eingeleitet.

© Bundeswehr / BAAINBw