Oberfeldarzt Betzholz und Oberstabsarzt Dr. Michl präsentieren die Urkunde. HG-Band3.2: Das Patientenarmband erhält jeder Patient während der Aufnahme in das Bundeswehrzentralkrankenhaus. (Foto: Andreas Weidner)
Oberfeldarzt Betzholz und Oberstabsarzt Dr. Michl präsentieren die Urkunde.
HG-Band3.2: Das Patientenarmband erhält jeder Patient während der Aufnahme
in das Bundeswehrzentralkrankenhaus. (Foto: Andreas Weidner)


Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz hat Qualitätsstandard
der Joint Commission International erreicht


Nach zweijähriger konsequenter Optimierung der Klinikabläufe im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz ist es gelungen, eine Akkreditierung nach den
Qualitätsstandards der Joint Commission International (JCI) als eine von derzeit fünf Kliniken in Deutschland zu erreichen. Eine JCI Mitarbeiterin übergibt den vorläufige Bericht an den Chefarzt des BwZKrHs Generalarzt Priv.-Doz. Dr. Mager.
Eine JCI Mitarbeiterin übergibt den vorläufige
Bericht an den Chefarzt des BwZKrHs
Generalarzt Priv.-Doz. Dr. Mager.


In dem internationalen Qualitätsmanagementsystem
wird geprüft, ob die
internen Abläufe die hohen Ansprüche
an die Patientensicherheit gewährleisten
und eine gleichbleibend hohe Behandlungsqualität
sichergestellt ist. Geprüft
werden rund 1.200 Kriterien, die die
Patientensicherheit direkt oder indirekt
betreffen. Hierzu gehören unter anderem
Patientenrechte, Kontinuität der medizinischen
Versorgung, Sicherheitschecklisten
im Operationssaal, Gebäudesicherheit,
Maßnahmen im Brandfall oder Mitarbeiterschulung.
Der Zertifizierungsprozess bedeutet eine Strukturierung des gesamten
Hauses nach definierten Vorgaben.
Durch das aufwändige Procedere
sind sämtliche Klinikabläufe im Ergebnis
einer internen und mit der Zertifizierung
schließlich auch einer externen
Überprüfung unterzogen worden.

(v.l.n.r.) Admiralarzt Dr. Michael Knabe, Kommandeur Sanitätskommando II; Oberfeldarzt Andreas Betzholz; Oberstabsarzt Dr. Verena Michl und der Chefarzt Bundeswehrzentralkrankenhaus, Generalarzt Priv.-Doz. Dr. Georg Mager.
(v.l.n.r.) Admiralarzt Dr. Michael Knabe, Kommandeur Sanitätskommando II;
Oberfeldarzt Andreas Betzholz; Oberstabsarzt Dr. Verena Michl und der Chefarzt
Bundeswehrzentralkrankenhaus, Generalarzt Priv.-Doz. Dr. Georg Mager.


Wettbewerb mit zivilen Krankenhäusern
auch zukünftig bestehen
Der Chefarzt des Bundeswehrzentralkrankenhauses,
Generalarzt Priv.-Doz.
Dr. Georg Mager hat die Zertifizierung
vorangetrieben. Sein Ziel war es, das Bundeswehrzentralkrankenhaus neu
auszurichten: „Um im Wettbewerb mit
den zivilen Krankenhäusern auch zukünftig
bestehen zu können, hat sich das
Bundeswehrzentralkrankenhaus durch
herausragendes Engagement aller soldatischen
und zivilen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in der Binnenstruktur
bei der Behandlung der Patienten im
Rahmen der Vorbereitung auf die Zertifizierung
neu organisiert.“
„Zu Beginn des Prozesses mussten wir die
Aufgabe strukturieren“, sagt Oberfeldarzt
Andreas Betzholz, der zusammen
mit Oberstabsarzt Dr. Verena Michl mit
dem Zertifizierungsprojekt betraut war.
„Die Unterteilung des Systems, ergibt
sich aus den verschiedenen Themengebieten,
die Einfluss auf das übergeordnete
Ziel, die Patientensicherheit,
nehmen. Die inhaltliche Arbeit zur
Strukturierung der Prozesse haben
dann die zu diesen Themengebieten
gegründeten Projektgruppen geleistet.
Die Arbeitsergebnisse haben wir in
regelmäßigen Sitzungen immer wieder
besprochen.“ Um den Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern die für sie im täglichen
Betrieb wichtigen Informationen zugänglich
zu machen, haben wir eine
intranetbasierte Informationsplattform
eingerichtet. Zu dieser Plattform haben
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Zugang. „Das hat es in dieser Form vorher
nicht gegeben und es hat relativ
lange gedauert, bis dieses Instrument
angekommen ist. Mittlerweile wird es
aber sehr gut angenommen.“

Von Skeptsis zur Befürwortung
Oberstabsarzt Dr. Verena Michl hat den
Zertifizierungsprozess täglich mit verantwortlich
begleitet. Sie erinnert sich an
den Beginn des Projekts: „Am Anfang
mussten wir Ängste abbauen, die im
Wesentlichen aus fehlenden Informationen
zum Gesamtprojekt resultierten.
Wir haben daher sehr viele Informationsveranstaltungen
durchgeführt und
eine Broschüre für die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter erstellt. Anfänglich
hatten wir einen gewissen Anteil an
Skeptikern, die dem Ganzen kritisch
gegenüber standen, aber der Chefarzt
hat den Prozess massiv unterstützt. Das
hat die Arbeit des Projektteams sehr
erleichtert.“
Das Ergebnis des Prozesses ist, dass die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch
die Strukturierung und Dokumentation
von Abläufen mehr Handlungssicherheit
gewonnen haben. Für die Patienten ist
eine der auffälligsten Änderungen, dass
sie mit einem Armband versehen werden,
sobald sie als Patient in das Bundeswehrzentralkrankenhaus
kommen. Das
Armband mit aufgedruckten Patientenangaben,
wie zum Beispiel Name und
Fallnummer, dient der eindeutigen
Identifizierung bei Untersuchungen
oder Behandlungen.
Eine weitere deutliche Änderung ist bei
der täglichen Medikamentenabgabe zu
beobachten. Oberstabsarzt Dr. Michl bezeichnet
dies als das „Mammutprojekt“
im Rahmen der Zertifizierungsvorbereitung:
„Hier haben die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter am deutlichsten ihre
Skepsis zum Ausdruck gebracht. Sie
sagten am Anfang, dass dies kaum zu
schaffen sei, weil zu viel umstrukturiert
werden müsste. Wir sind dann in Zusammenarbeit
mit der Pflegedienstleitung
sehr behutsam vorgegangen und
haben zwei Projektstationen ausgewählt.“
Die Medikamentengabe soll nach
den Vorgaben von JCI zur jeweiligen
Tageszeit durch die zuständige Pflegefachkraft
direkt am Patientenbett vorgenommen
werden. Das Vorbereiten der
Medikamente für den gesamten Tag gibt
es nun nicht mehr. Die Verantwortlichkeiten
sind so klarer verteilt und die
Fehlerwahrscheinlichkeit wird deutlich
minimiert. Dies bedeutete aber eine umfangreiche
Umstrukturierung, weil die
Medikamentengabe mit Visitezeiten und
Operationsvorbereitungen kollidierte.
Die Projektstationen waren dann die
Onkologie, wo sehr viele Medikamente
gestellt werden müssen, und die Urologie.
„Die Pflegedienstleitung hat das Projekt
eng begleitet und immer wieder
evaluiert. Nachdem die beiden Stationen
erfolgreich umstrukturiert waren,
konnten wir das System auf das ganze
Haus ausweiten.“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das neue
System so gut eingependelt, dass die
Stationen nicht mehr zu dem alten
System zurückkehren möchten. „So ist es
mit vielen Dingen gewesen. Wir haben
festgestellt, dass die neuen, standardisierten
Abläufe vieles übersichtlicher
machen.“ Neue Mitarbeiter können
leichter eingearbeitet werden, weil sie
sich an Standards orientieren können.
Dadurch ist für alle ein positiver Effekt
eingetreten.

Armband zur Patientensicherheit.
Armband zur Patientensicherheit.

Ein weiteres Novum im Bundeswehrzentralkrankenhaus
ist, dass für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein
umfangreiches Schulungsprogramm
entwickelt wurde. Hierzu gehören beispielsweise
Schulungen in Brandschutz,
Arbeitssicherheit und Hygiene, aber
auch ein Training in Wiederbelebungsmaßnahmen,
was alle zwei Jahre aufgefrischt
werden muss. Dies gilt für alle
Mitarbeiter mit Patientenkontakt. Das
System kennt keine Ausnahmen. Deshalb
werden zum Beispiel auch Ärzte
in leitenden Positionen im Bereich der
Reanimation geschult. So bleiben alle auf
dem neuesten Stand und mögliche
Änderungen im Ablauf finden so schneller
Eingang in die praktische Umsetzung.
Auch durch diese Maßnahme wird ein
dauerhafter Standard gewährleistet.

Fazit
„Es hat sich absolut gelohnt und es war
den großen Aufwand wert“, sagt Oberfeldarzt
Betzholz rückblickend. „Es ist ein
schönes Gefühl das geschafft zu haben.
Jetzt gilt es, durch die Fortführung der Projektteamarbeit
und die kontinuierliche
Überprüfung unserer Prozesse den erreichten
Standard zu bewahren. Das
wird uns gelingen.“

Weitere Informationen zur
Zertifizierung nach JCI oder zum
Qualitätsmanagement im Bundeswehrzentralkrankenhaus
erhalten Sie bei:
Oberstabsarzt Dr. Verena Michl
Qualitätsmanagmentbeauftragte
BwZKrHs Koblenz
Tel: 02 61 / 2 81 – 45 45
oder Bw 90 – 44 25 – 45 45
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder
Oberstabsarzt Dr. Moritz Hemicker
stellv. Qualitätsmanagmentbeauftragter
BwZKrHs Koblenz
Tel: 02 61 / 2 81 – 45 54
oder Bw 90 – 44 25 – 45 54
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Autor: Matthias Frank, Oberstleutnant
Sanitätskommando II

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Sofern sie ihre Browsereinstellungen nicht ändern akzeptieren Sie unsere Cookierichtlinien. Weitere Informationen!

Verstanden!

Cookies

Cookies sind Textdateien, die bei dem Besuch auf einer Internetseite auf dem Computer des Benutzers gespeichert werden. diese Website verwendet Cookies, um das Angebot nutzerfreundlich, effektiver und sicherer zu machen. Dank dieser Dateien ist es beispielsweise möglich, dass Sie speziell auf Ihre Interessen abgestimmte Informationen auf der Seite angezeigt bekommen. Der ausschließliche Zweck besteht also darin, unser Angebot Ihren Kundenwünschen bestmöglich anzupassen und Ihnen das Surfen bei uns so komfortabel wie möglich zu gestalten und die Navigation zu erleichtern. Diese Website folgt der Richtlinie (§96.Abs.3.TKG.03) zum Nutzerhinweis auf die Verwendung von Cookies.
Quelle: http://eigene-homepage.net/cookie-hinweis

Google Analytics

Diese Website nutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google, USA“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die in Ihrem Browser gespeichert werden. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Durch Aktivierung der IP-Anonymisierung wird Ihre IP-Adresse von Google innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Google wird Besucherverhalten auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Websitebetreiber zu erbringen.

Facebook-Plugins (Like-Button)

Auf der Seite sind Like-Buttons des sozialen Netzwerks Facebook (Facebook Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, California, 94025, USA) integriert. Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird über das Plugin eine Verbindung zwischen Ihrem Browser und Facebook hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den „Like-Button“ klicken während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können die Inhalte unserer Seiten mit Ihrem Facebook-Profil in Verbindung gebracht werden. Dadurch kann Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Der Betreiber dieses Online-Angebotes hat keine Kenntnis über den Inhalten übermittelter Daten, sowie deren Nutzung durch Facebook. Wenn Sie nicht wünschen, dass Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Facebook-Account zuordnen kann, loggen Sie sich bitte aus Ihrem Facebook-Benutzerkonto aus.

Retargeting

Diese Website verwendet ebenfalls Retargeting-Technologie, um auf Websites unserer Partner gezielt User mit Werbung anzusprechen, die sich bereits für unsere Produkte interessiert haben. Die Einblendung der Werbemittel erfolgt beim Retargeting auf der Basis eines Cookies, welcher gesetzt wird, wenn eine Produktseite aufgerufen wird. Selbstverständlich werden auch hierbei keine personenbezogenen Daten gespeichert und ebenso selbstverständlich erfolgt die Verwendung der Retargeting-Technologie unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen interessenbezogene Werbung angezeigt wird, können Sie Besucher die Verwendung von Cookies durch Google deaktivieren können, indem sie die Anzeigenvorgaben aufrufen. Alternativ können Ihre Besucher die Verwendung von Cookies durch Drittanbieter deaktivieren, indem sie die Deaktivierungsseite der Netzwerkwerbeinitiative aufrufen.

Quelle: Die Vorlage zum Datenschutz stammt von http://website-tutor.com/datenschutz/.