Rheinmetall  und ADS GmbH stellen innovative Schutztechnologie für Einsatzfahrzeuge  vor

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Im Rahmen der Reihe „Rheinmetall Pressegespräche“ wurde am 28. Juni 2011 am Unternehmensstandort der ADS – Gesellschaft für aktive Schutzsysteme mbH in Lohmar östlich von Bonn das neuentwickelte abstandsaktive Active Defence System (ADS) interessierten Fachjournalisten vorgestellt und in seiner Funktionsweise – integriert am Transportpanzer FUCHS 1A8 – erläutert. Derzeit wird das ADS, ebenfalls auf einem FUCHS, integriert bei der Wehrtechnischen Dienstelle für Kraftfahrzeuge und Panzer (WTD 41) einer intensiven Erprobung unterzogen. ADS soll einen erheblich verbesserten Schutz von Militärfahrzeugen aller Gewichtsklassen vor einsatzbedingten Bedrohungen ermöglichen und damit die Sicherheit eigener Kräfte und Fahrzeuge insbesondere auch im Gefechtsfeld erhöhen.

Das Active Defence System wird derzeit als das weltweit  modernste und leistungsfähigste System bezeichnet. Mittlerweile hat die ADS – Gesellschaft für aktive Schutzsysteme mbH einen ersten Serienauftrag verbuchen können. Das Unternehmen ist im Besitz der Mehrheitsgesellschafter Rheinmetall AG (74%) und IBD GmbH (26%).

Das AMAP (Advanced Modular Armour Protection)  – ADS arbeitet nach dem so genannten Hard-Kill-Prinzip und kann unterschiedliche Angriffe als bisher einziges  Schutzsystem  aus  nächster Nähe (close-in range) abwehren.

Das Sensorsystem besteht  aus zwei  getrennt voneinander arbeitenden Stufen. Der erste Sensor hat eine Art Weckfunktion, das heißt, er nimmt alle beweglichen Objekte,  die  sich ab einer  Entfernung von  zehn  Metern   dem  eigenen  Fahrzeug  nähern   auf  und  alarmiert.  Der zweite  Sensor verfolgt das Ziel, identifiziert es durch Abfrage  der im System vorhandenen Datenbank  und  ermittelt die zur Bekämpfung erforderlichen geometrischen und dynamischen Zieldaten.
 
Der  System-Computer  steuert  das zur Bekämpfung ermittelte  Modul  an und löst eine elektronisch auf das errechnete Zielgebiet     gerichtete     energetische Ladung aus, die das anfliegende Projektil durch die enorm hohe Energiedichte zur Explosion bringt und damit  letztlich auch vor dem Auftreffen zerstört.

Der Abwehrvorgang gliedert sich in drei Phasen:
Erkennen – Erfassen – Zerstören
Die Systemsensorik detektiert (Erkennen) zunächst eine anfliegende Bedrohung, führt eine Klassifizierung und Bedrohungsanalyse (Erfassen) durch,  trifft die Entscheidung zur Abwehr und führt die Reaktion (Zerstören) mittels Bekämpfung durch. Bekämpfung bedeutet Aktivierung des Wirkmittels in  einem  Schutzsektor und Abwehr durch Zerstörung. Die zur Abwehr  benötigte Zeit von der Detektion  bis zur erfolgreichen Bekämpfung bewegt  sich unter  Berücksichtigung der Geschwindigkeit des angreifenden Projektils  (IED mit  Hohlladungsgefechtskopf, Panzerabwehrlenkflugkörper oder
-handgranate, z.B. RPG-7) im  Mikrosekundenbereich (560msec), ADS ist daher ein Hardkill-Schutzsystem der 3. Generation.

Die Detektionsentfernung beträgt unabhängig von der Fluggeschwindigkeit des angreifenden Projektils etwa von 10 bis 2,5 Meter, die Reaktion erfolgt in einem Abstand von etwa 1,5 Meter bezogen auf die Plattform, auf dem das ADS integriert ist.  Das System ist  auf  dem  Fahrzeugdach/ -oberfläche  installiert, wobei  die Wirkrichtung zum Erdboden  führt. Dadurch ist ADS das einzige hochwirksame Nahbereichsschutzsystem, das Kollateralschäden auf den unmittelbaren  Bereich um das Fahrzeug herum minimiert. Die Adaption der einzelnen Module  ermöglicht eine 360° Schutzwirkung, wobei die jeweiligen Nachbarschutzsektoren  sich gegenseitig  überlappen. Da das System horizontal und vertikal wirkt, entsteht um das Fahrzeug eine Art Schutzglocke.

Das ADS benötigt in  einem  Fahrzeug nur wenig  Raum, das Systemgewicht bewegt  sich je nach Fahrzeuggröße zwischen ca. 120 bis 500kg. Der zum System gehörende  Computer  hat  etwa die  Größe  eines Koffers  und  befindet sich im Funktionsraum  des Fahrzeuges, ADS operiert von der Besatzung unabhängig und vollautomatisch.

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Zusammenfassung
Das Active Defence System ist modular und kann daher ohne größeren  Aufwand in verschiedene Radund Kettenfahrzeuge mit unterschiedlichen Gewichtsklassen eingebaut werden.
Veränderte Gefechtsszenarien bei den Auslandseinsätzen, die Bekämpfung eigener Kräfte im urbanen Gefechtsfeld auf engstem Raum erfordern für militärische Fahrzeuge aktive Schutzsysteme mit Wirkentfernungen von unter  zehn  Metern. Aufgrund der Tatsache, dass Angreifer teilweise ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben und aus nächster Entfernung angreifen, sind automatische  mit entsprechender Sensorik ausgestattete Schutzsysteme unabdingbar. Dabei ist zu berücksichtigen, dass gerade im urbanen Gefechtsfeld die die Bodentruppen begleitenden Transportund Gefechtsfahrzeuge auch zum Schutz der Soldaten dienen.

Erste Ergebnisse der Systemerprobung bei der WTD 41 in Trier haben die einmalige Leistungsfähigkeit der ADS-Technologie gezeigt  und dadurch auch das Interesse einiger  NATO-Armeen geweckt.  Ein Bedarf für ein solches aktives Schutzsystem ist zweifelsfrei weltweit vorhanden, zumal eine Nachrüstung auch für ältere Fahrzeuge möglich sein wird.

Autor:  Jürgen K.G. Rosenthal
Fotos: Rheinmetall/ADS

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