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Hardthöhenkurier 2/2015 Leseprobe

Streitkräftebasis Das Zentrum Innere Führung der Bundeswehr Das Zentrum Innere Führung wird auch als Schmiede der „Unternehmensphilosophie“ der Bundeswehr gesehen Interview mit Generalmajor Jürgen Weigt, Kommandeur des ZInFü. Das Zentrum Innere Führung (ZInFü) hat den Auftrag, die Konzeption der Inneren Führung beständig weiterzuentwickeln und anzupassen sowie ministerielle Vorgaben für ihre Gestaltung in der Bundeswehr umzusetzen. Somit ist es auch für die praxisorientierte Aufbereitung und inhaltliche Vermittlung der Konzeption verantwortlich. Das ZInFü gliedert sich in Abteilungen und Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen: Die neuen Bereiche Beauftragter für Erziehung und Ausbildung des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Innere und Soziale Lage befassen sich mit den Entwicklungen und der Erfassung der Stimmungslage innerhalb der Bundeswehr. Generalmajor Jürgen Weigt ist Kommandeur des ZInFü. Mit ihm sprach kürzlich in Koblenz HHK-Chefredakteur Jürgen K. G. Rosenthal. nach einheitlichen Prinzipien strukturiert sind. Damit sie aber keine bloßen Prinzipien bleiben, müssen Menschen in einer soldatischen Gemeinschaft erleben können, wie diese Prinzipien wirken. Soldaten müssen ihre Wirkung verspüren können; in ihrer unmittel- baren Umgebung, durch das Verhalten von Vorgesetzen, durch den Umgang mit Kameraden, aber auch wie sie selbst HHK: Herr General, das Zentrum Innere Führung wird auch als Schmiede der „Unternehmensphilosophie“ der Bundeswehr bezeichnet. Können Sie das näher erläutern? Weigt: Diese Bezeichnung ist richtig und wichtig. Es braucht eine Stelle, die sich mit der „Unternehmensphilosophie Bundeswehr“ auseinandersetzt. Die in der Inneren Führung zum Ausdruck gebrachten Grundsätze sind für mich unverändert Grundlage für den militärischen Dienst in der Bundeswehr. Meines Erachtens sind sie es zu Recht, weil Menschen eine Leitlinie brauchen, sowohl um zu führen als auch um geführt zu werden. Wir alle brauchen etwas, was den Umgang zwischen uns regelt. Wir bezeichnen die Umsetzung dieses Regelwerks als „Führungskultur“. Eine solche Führungskultur ist für jede Armee notwendig. In ihr drücken sich Verhaltensnormen aus, die den Menschen Verhaltenssicherheit geben sollen. Dazu muss es Regeln geben. Als Angehöriger einer Armee muss ich die Regeln kennen, um sie einhalten zu können. Ich kann sie immer dann besser verstehen, wenn sie 46 Menschen brauchen eine Leitlinie, sowohl um zu führen als auch um geführt zu werden. HHK 2/2015 Generalmajor Jürgen Weigt


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