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Hardthöhenkurier 2/2015 Leseprobe

Editorial 3 Sehr geehrte Leserinnen und Leser, die Welt kommt nicht zur Ruhe. Im Gegenteil: Der Konflikt in der Ost-Ukraine dauert trotz der Waffenruhe an, zwar haben die Kampfhandlungen aufgehört, aber nunmehr wird das Leiden der Bevölkerung zum Problem. Die Regierung aus Kiew drangsaliert ihre Landsleute, neuerdings werden sogar verarmte Rentner besteuert. Die Strompreise schnellen in die Höhe und die Regierung will zusätzlich die Strompreise gewaltig erhöhen. Die Bevölkerung verarmt wegen des Wertverfalls der ukrainischen Währung. Den Menschen geht es immer schlechter, auf der anderen Seite vermehren die Oligarchen wie Staatspräsident Petro Poroschenko ihr Vermögen ins unendliche. Der Machtkampf zwischen Oligarchen dauert an und Putschgerüchte verstummen nicht. Derweil rüstet Kiew militärisch auf und bemüht sich verstärkt um Waffenlieferungen. Auch Präsident Wladimir Putin verfolgt seinen mit der Krim Annexion begonnenen Kurs zur Stärkung Russlands, in dem die Militärpräsenz im Nordpolarmeer deutlich erhöht und damit seine Ansprüche auf die dort vermuteten Boden- schätze untermauert. Dazu baut er seine Militärpräsenz in der Arktis weiter aus und stationiert in dieser rohstoffreichen Region Abwehrraketensysteme vom Typ PANZIR. Auch die Verlegung von Kampfjets des Typs MiG-31 ist vorgesehen und der Bau einer Marinebasis auf der Inselgruppe Franz-Josef- Land wird durch erste Baumaßnahmen begonnen. Die Aufteilung der Arktis, die wegen der schmelzenden Eismassen zunehmend leichter zugänglich wird, ist nicht hinreichend geklärt, zumal auch Anrainerstaaten wie Dänemark, Kanada, Norwegen und die USA Ansprüche anmelden. Ein Grund für diesen Interessenkonflikt ist vor allem das wirtschaftliche Interesse, da Milliarden Kubikmeter Gas und Millionen Tonnen Erdöl unter dem arktischen Eis lagern. Der Nahe und Mittlere Osten bleibt eine Krisenregion, die durch bedenkliche Entwicklungen in Afghanistan und im Maghreb-Gürtel sich weiter ausweitet und verstärkt. Die Kämpfer des Islamischen Staates werden zwar teilweise zurückgedrängt, HHK 2/2015 sind aber lange noch nicht besiegt. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, wie der IS sich mit seinen Aktivitäten – auch im Internet – gerade in Europa weiter entwickelt. Geradezu in Erwiderung der IS Cyber Attacken berichten wir im Schwerpunkt über die Cyber-Sicherheit, die auch auf der kommenden AFCEA-Fachausstellung mit Symposium ein Thema sein wird. Lesen Sie hierzu bitte ab Seite 18. Mit einem spannenden Interview stellte Generalmajor Jürgen Weigt das Zentrum Innere Führung als Schmied der „Unternehmensphilosophie“ der Bundeswehr nach der Neuausrichtung vor. Mehr dazu ab Seite 46. Detlef Selhausen ist Geschäftsführer der BwFuhrparkService GmbH und erläutert ab Seite 8ff sehr anschaulich das Motto: Das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit am richtigen Ort. HHK-Redakteur Oberst a.D. Friedrich-Karl Jeschonnek beschreibt gemeinsam mit Oberst Stefan Geilen, Kommandeur Luftlandebrigade 1 den Weg dieses Verbandes zur „neuen“ Luftbrigade 1 beginnend auf Seite 62. Die „Alma mater“ des Sanitätsdienstes ist die Sanitätsaka- demie der Bundeswehr in München. Den Weg von einer typischen Ausbildungseinrichtung hin zu einem attraktiven, international ausgerichteten Kompetenzzentrum beschreibt ab Seite 94 die Kommandeurin, Generalstabsarzt Dr. Erika Franke. Für die Luftwaffe ist die erste A400M des Lufttransportgeschwaders 62 mit Hilfsgütern für den Senegal auf ihrem ersten Auslandsflug unterwegs gewesen. Die Rubrik „Wehrtechnik“ bietet sehr umfänglich ab Seite 112 mit einigen Interviews und Fachbeiträgen Neuigkeiten aus dem Bereich Rüstung und Technik. Auch in dieser Ausgabe haben wir wiederum wichtige Themen aufgreifen können und damit erneut eine lesenswerte Ausgabe des Hardthöhenkuriers erstellen können. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen. Unser Blick bleibt nach vorne gerichtet. Mit freundlichen Grüßen von der Hardthöhe Ihr Jürgen K.G. Rosenthal


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