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Hardthöhenkurier 2/2015 Leseprobe

Schwerpunkt 29. AFCEA-Fachausstellung 2015 Nationale Lage- und Führungszentrum Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa) 2. Ausbaustufe“ war das Konzipieren eines voll integrierten Systems für die ressortübergreifende Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe, Bundespolizei, Deutscher Flugsicherung und weiteren beteiligten Stellen bei der Gewähr- leistung der Sicherheit im deutschen Luftraum. Kernelemente des Systems sind neben der Integration ressortübergreifender Schnittstellen und Datenquellen: – die Generierung und Darstellung der Luftlage an den stationären und mobilen Arbeitsplätzen einschließlich umfangreicher Funktionalitäten in einem Geographischen Informations- system (GIS), – die Workflow Unterstützung bei „be- sonderen Ereignissen im Luftraum“ mit einem zentralen rollenüber- greifenden Ablaufkalender inklusive justiziabler Dokumentation, – die integrierte Anbindung an das Sprachkommunikationssystem KOFA IP sowie – die Untersuchung der prototypischen Implementierung der Lagedarstellung auf einem Tablet PC mittels gesicher- ter Datenanbindung. Nach elf Monaten des umfassenden Systemdesigns folgte die Implementierungs und Integrationsphase der Funktionalitäten von Hard- und Software, wobei ein wesentlicher Schwerpunkt auf der intuitiven Bedienbarkeit und der entsprechenden Benutzeroberfläche lag. Frequentis entschied sich für einen iterativen Ansatz unter Verwendung agiler Softwareentwicklungsmethoden, um zu gewährleisten, dass das Unternehmen die betreffenden Meilensteine des Projekts fristgerecht und budget- konform erreicht, damit maximale Kundenzufriedenheit erzielt werden kann. Den Abschluss bildete eine LiveÜbung, bei der Einsatzkräfte der Luftwaffe und der Bundespolizei sowie Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung erstmalig unter realitätsnahen Einsatzbedingungen zusammenarbeiteten. So wurden annähernd 99% aller technischen Testfälle bestanden und der operationelle Mehrwert konnte eindrucksvoll nachgewiesen werden. Mit dem erfolgreichen Systemtest rücken der landesweite Vollausbau der Führungszentrale Nationale Luftverteidigung und neue Fähigkeiten für den Schutz des Luftraums und der Bevölkerung in Deutschland in greifbare Nähe. Das Projekt bildet die Vorlage für integrierte Frequentis-Lösungen für Operationszentralen der Zukunft und ist ein perfektes Beispiel für die Schaffung von Mehrwert durch Integration mehrerer unterschiedlicher Bedeutung (Semantik) intelligent miteinander vernetzt werden. Empolis Smart Intelligence ermöglicht die schnelle und umfassende Auswertung und Analyse solcher verteilter Informationen sowie deren intelligente Vernetzung. Dadurch wird es möglich, die Vielzahl der Informationen zu bewältigen und Zusammenhänge auch über Quellen hinweg zu erkennen. Empolis Smart Intelligence unterstützt die menschliche Urteilskraft durch die automatisierte Auswertung, Vernetzung, Recherche, Homogenisierung, Normali- sierung und Verteilung von strukturier- ten und unstrukturierten Informationen. Sie optimiert die Auswertung von Rohdaten sowie den Zugriff auf unterschiedliche Informationsquellen und steuert den Fluss von Informationen sowie Erkenntnissen durch den Einsatz wissensbasierter Verfahren. Sie ermöglicht eine übergreifende Recherche über alle internen und externen Informationsquellen hinweg, unter Berücksichtigung von Daten- und Geheimschutz. Die Inte- gration verschiedener Anwendungen in diese eine intelligente Lösung führt zu Synergieeffekten und reduziert die Kom- plexität des Gesamtsystems. Sie wird somit zur Schaltzentrale in der militärischen Lagebewertung zur Verarbeitung aller verfügbaren Informationen in entscheidungsrelevante Erkenntnisse. Die Lagebewertung erfolgt in kürzerer Zeit bei gleichzeitig besserer Qualität. Die Lösung im Einsatz: Empolis Smart Intelligence ist eine Software-Plattform mit einem umfangreichen Spektrum an informations- und wissensverarbeitenden Funktionen. Dazu gehören zum Beispiel intelligente Suchmaschinen, Vorverarbeitungskomponenten sowie Visualisierungs- und Navigationswerkzeuge. Diese Funktionen können in einer grafischen Administrationsumgebung frei kombiniert und über Konnektoren an vorhandene Fachinformationssysteme, z.B. Geoinformationssysteme, angeschlossen werden. Dadurch kann die Lösung nahtlos und ohne Beeinträchtigung des Wirkbetriebs in die vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden. Bereits vorhandene Verfahren können problemlos weiter genutzt oder sukzessive durch die moderne Architektur erneuert werden. Empolis ist auf der AFCEA im Großen Saal am Stand G 6-8 (Bühne). Innovative Kommunikationslösungen der Firma FREQUENTIS: Im Zentrum Luftoperationen (ZentrLuftOp) sind die einsatzbezogenen Führungsaufgaben der Luftstreitkräfte zusammengefasst. Die Arbeit beruht im Wesentlichen auf den drei Säulen der international eingebundenen Führung von Luftstreitkräften, dem Aus- und Weiterbildungsbereich für die Führung von Luftstreitkräften und der Operationszentrale Luftwaffe (OPZLw). Die Operationszentrale Luftwaffe stellt dabei den Nukleus des Gefechtstandes für Luftoperationen im NATO-beziehungsweise EU-Rahmen dar und führt ihrerseits das Nationale Führungs- und Lagezentrum Sicherheit im Luftraum (NLFZ SiLuRa) sowie das Weltraumlagezentrum (WRLZ). Aufgrund der innovativen Lösungen im Bereich Kommunikation und der hohen Integrationskompetenz konnte Frequentis im Jahr 2013 mit dem Systemtest eines Demonstrators des Führungssystems für die Führungszentrale Nationale Luftverteidigung (FüZNatLV) dem Nutzer ein Instrument zur Verfügung stellen, das die Effizienz der täglichen Arbeit steigert und Arbeitsabläufe teilautomatisiert. Ziel des Projekts „IT-Ausstattung Führungszentrale Nationale Luftverteidigung (FüZNatLV)/ Frequentis bietet Kommunikationssysteme zur vernetzten Operationsführung und für die Flugsicherung. Grafik: Frequentis 22 HHK 2/2015


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