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HHK-4-2012

Wehrtechnik Neues aus der MTU Aero Engines Neues aus der MTU Aero Engines Einweihung Neubau bei Aero Engines Partner Middle East Propulsion Company (MEPC) ebenso die Aufnahme weiterer Triebwerksprogramme in das Instandhaltungsportfolio; zum Beispiel das T56 des Militärtransporters C-130 HERCULES oder das PT6 für Hubschrauber und Propellerflugzeuge in Saudi-Arabien sowie auch Module des EJ200 oder des AGT1500. Mit MEPC hat die MTU einen Partner vor Ort, der Deutschlands führendem Triebwerkshersteller den Zugang zum Mittleren Osten eröffnet, anderseits profitiert der saudische MRO-Shop vom deutschen Antriebs- Know-how und hochwertigen Instandhaltungsleistungen. Mit dem Investment vor Ort zeigt die MTU einmal mehr Ihre Bereitschaft, für das EUROFIGHTER-Programm hochwertige Arbeitsplätze in Saudi Arabien zu schaffen. Ziel ist es, aus MEPC die Nummer Eins für militärische Triebwerksinstand- setzungen im gesamten Mittleren Osten zu machen. MEPC ist ein Gemeinschaftsunternehmen von United Technolo- gies (UTC), der Muttergesellschaft von Pratt & Whitney, Saudi Arabian Airlines und weiteren Partnern. Die MTU hält einen An- teil von 19 Prozent. Hauptkunde von MEPC ist zurzeit die Royal Saudi Air Force (RSAF) mit ihren F100-220-Triebwerken von Pratt & Whitney sowie den TORNADO-Triebwerken RB199. In der Nähe der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wurde kürz- lich ein neuer Gebäudekomplex, der Middle East Propulsion Company (MEPC), eingeweiht. Damit stärkt das führende saudi- sche Instandhaltungsunternehmen für militärische Triebwerke seine Position für den gesamten Mittleren Osten. Der MTU Aero Engines Partner hatte gleich zwei Gründe zum Feiern: Zum Ersten wurde nach 18-monatiger Bauzeit ein neues, modernes Gebäude im zweistelligen Millionenwert plangemäß eingeweiht, Aero Engines stärkt Position im IAE-Konsortium 104 zum Zweiten ist damit ein großer Schritt in Richtung Expansion getan. Im Rahmen der Einweihung waren an- wesend MEPC-CEO Abdulahad S. Al-Turkistany und Mitarbeiter des Unternehmens, hochrangige Vertreter verschiedener Ministerien und Offiziere der saudischen Luftwaffe sowie der Leiter Militärische Programme bei der MTU Aero Engines, Michael Schreyögg. Auf 18.000 Quadratmetern ist eine moderne und deutlich größere Instandhaltungshalle entstanden, die einerseits ausreichend Raum für einen wachsenden Mitarbeiterstamm und höhere Auftragsvolumina bietet und andererseits den Aufbau komplexerer technischer Fähigkeiten ermöglicht. Dazu zählt sichert sich damit zukünftiges Umsatz- und Ergebniswachstum. Die MTU Aero Engines hat im Rahmen einer zusätzlichen Vereinbarung mit Pratt & Whitney ihren Gesamtanteil des IAE-V2500 Programms um fünf Prozentpunkte erhöht. Gleichzeitig planen die vier IAE-Partner (Pratt & Whitney, Rolls-Royce, Japanese Aero Engine Corporation und die MTU Aero Engines) in Form eines Joint Ventures auch Triebwerks- Generationen für neue Kurz- und Mittelstrecken-Flugzeuge (sogenannte Narrowbodies) zu entwickeln, zu bauen und instandzusetzen. Die Gesamtbeteiligung der MTU am V2500 Programmanteil steigt um fast die Hälfte auf 16 Prozent: Hierfür hat Rolls-Royce seinen bisherigen IAE-Anteil an Pratt & Whitney Aero Engines International verkauft, die Teile davon an die MTU Aero Engines weitergegeben hat. Mit der Erhöhung des MTU-Anteils am weltweit erfolgreichen V2500-Triebwerk der A320-Familie übernimmt das Unter- nehmen die Verantwortung für weitere rund 500 Bauteile. Das V2500 ist nach wie vor das wichtigste zivile Programm der MTU. Der Münchener Konzern rechnet aufgrund der Transaktion in den kommenden 25 Jahren mit einem zusätzlichen Umsatz von drei bis vier Milliarden Euro. Bereits 2012 will man von dieser Entscheidung profitieren und rechnet mit ersten Umsätzen von etwa 100 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) wird 2012 aufgrund von Einmal- kosten nur wenig beeinflusst. Für die Folgejahre ist jedoch mit wachsenden Ergebnisbeiträgen zu rechnen. Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU: „Unsere Anteils- erhöhung am V2500-Programm ist für uns ein wichtiger Baustein um mindestens das Umsatzziel von sechs Milliarden Euro bis 2020 zu erreichen; das V2500 wird auch in den nächsten Jahrzehnten eine tragende Rolle im globalen Triebwerksmarkt spielen. Die Gründung des Joint Ventures für Antriebe zukünftiger Flugzeuggenerationen ist ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der MTU-Technologie. Er sichert heute schon unseren Technologievorsprung und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit von morgen.“ HHK 4/2012 Deutschlands führender Triebwerkshersteller stärkt seine Rolle im Konsortium International Aero Engines (IAE) und Triebwerk V2500


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