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HHK-4-2012

Wehrtechnik Zur Effektivität herkömmlicher Mittelkalibermunition Mittelkalibermunition von Rheinmetall: Sichere Wirkung gegen heutige Bedrohungen Medium Calibre Day 2012/Mittelkalibertag am 26. Juni 2012 im Erprobungs-Zentrum Ochsenboden (EZO) der RWM Schweiz AG in Zürich/Schweiz 100 Übersicht zur Mittelkaliber- munition 30mm Foto: Rheinmetall Flugabwehrgeschützen wird heute mit modernen Effektoren unter Nutzung von Mittelkalibermunition vorgenommen und damit auch den Fähigkeitsanforderungen zum Kampf im urbanen Gefechtsfeld entsprochen. Weit verbreitet sind etwa High Explosive (HE)-, High Explosive Incendiary (HEI)- oder Armour Piercing Discarding Sabot (APDS)-Geschosse. Das Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall bietet als ein führendes wehrtechnisches Systemhaus eine Vielzahl von Munition und Munitionskomponenten an, wobei das Spektrum vom infanteristischen Wirkmittel bis zur modernen Panzergranate reicht. Zur Darstellung der umfangreichen Aktivitäten auf diesem Sektor veranstaltete Rheinmetall erstmals einen Medium Calibre Day 2012/Mittelkalibertag vom 25. bis 27. Juni 2012 im Erprobungs-Zentrum Ochsenboden (EZO) der RWM Schweiz AG in Zürich/Schweiz. Gerade im Bereich der Mittelkalibermunition lassen sich bemerkenswerte Einsatz- und Kampfwertsteigerungen erreichen. PELE – Penetrator mit erhöhtem lateralen Effekt Um die Effektivität herkömmlicher Mittelkalibermunition zu erhöhen, hat Rheinmetall seine PELE-Munition entwickelt. PELE steht für „Penetrator mit erhöhtem lateralen Effekt“. HHK 4/2012 Der Einsatz von Streitkräften hat sich durch die Veränderungen der sicherheitspolitischen Lage grundlegend geändert. Das Gefechtsfeld hat sich weg von großen Panzerschlachten hin zum urbanen Gefechtsfeld (MOUT – Military Operation in Urban Terrain) gewandelt. Die Luftstreitkräfte sind weniger in Luftkämpfe verwickelt, sondern unterstützen vielmehr die Landstreitkräfte durch gezielte nahe Luftunterstützung im Rahmen von CAS (Close Air Support). Die konventionelle Überlegenheit großer Armeen und Militärbündnisse führt zur vermeintlichen Unterlegenheit des Gegners und be- günstigt die Form der asymmetrischen Kriegsführung. Bei der Bekämpfung so genannter harter Ziele wird von moderner Munition neben der obligatorischen Penetrationsfähigkeit auch eine Wirkung hinter der Deckung gefordert. Des Weiteren soll diese Munition als ein flexibel reagierendes Wirkmittel programmierbar sein und dabei auch Kollateral- schäden minimieren. Diese Zielsetzung in der flexiblen Wirkung soll – sofern realisierbar – auch für die Munition für Infanterietruppen umgesetzt werden. Dieser Entwicklung passen sich auch im Rahmen von strukturellen Veränderungen und Neuausrichtungen moderne Streitkräfte an. Als eine Art „Renaissance der Infanterie“ wurden und werden insbesondere die Landstreitkräfte hinsichtlich Struktur, Ausrüstung und Ausbildung neu orientiert. Die Rüstungsindustrie folgt dieser Entwicklung und bietet neue Waffensysteme und innovative Techniken an. Dies gilt auch für den Bereich der Munition. Die Bewaffnung von Schützenpanzern und anderen Fahrzeugen, aber auch Kampfflugzeugen und


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