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HHK-4-2012

Luftwaffe Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung Airbus A340-300 Die Flugbereitschaft BMVg – Die neue „weiße“ und die bewährte „graue“ Flotte Zur uneingeschränkten Teilnahme am weltweiten, allgemeinen und militärischen Luftverkehr bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter 70 der Überführung einer „De Haviland DH 114 Heron“ von England nach Köln- Wahn aufgenommen. Im gleichen Jahr folgten dann noch die Luftfahrzeugmuster Douglas DC 3 und Piaggio P 149. Im Juli 1959 wurde die FlBschft BMVg übergangsweise dem LTG 62 als 3. Staffel unterstellt. Seit April 1963 ist sie wieder selbstständig, zunächst nur auf Gruppen- ebene. 1974 erhielt sie den Geschwaderstatus. 1968 brach auch für die Flugbereitschaft mit der Übernahme der ersten Boeing B707 das „Jet-Zeitalter“ an. Der damalige Inspekteur der Luftwaffe, General Steinhoff, taufte sie im November 1968 auf den Namen „Otto Lilienthal“. Mit der Wiedervereinigung übernahm die Flugbereitschaft 1990 die Piloten und Luftfahrzeuge des Transportgeschwaders 44 (TU 134, TU 154, IL 62, Mi 8 S) und der Verbindungsfliegerstaffel 14 (Let 410) der ehem. Nationalen Volksarmee und stellte damit unter anderem den Shuttle-Verkehr in die neuen Bundesländer sicher. Von der Interflug (Staatsluftfahrtgesell- schaft der ehemaligen DDR) wurden drei Luftfahrzeuge vom Typ Airbus A310 von der „Treuhand-Gesellschaft“ übernommen. Zwei dieser Flugzeuge (10+21, 10+22) wurden in eine VIP-Version umge- baut. Bundesverteidigungs- minister Volker Rühe taufte sie auf die Namen „Konrad Adenauer“ (10+21) und „Theodor Heuss” (10+22). Die durch die Übernahme der DDR Luftfahrzeuge ent- standene Zergliederung HHK 4/2012 Vorausschauend und zielgerichtet im Zusammenwirken im nationalen sowie inter- nationalen Rahmen erhält insbesondere eine frühzeitige Konflikterkennung im Lichte außen-, sicherheits-, verteidigungs-, wirtschafts- und entwicklungspolitischer Belange zur Sicherheitsvorsorge eine besondere Bedeutung. Sicherheit ist in einer zunehmend globalisierten Welt rein national nicht zu gewährleisten, sondern erfordert in vernetzten sicherheitspolitischen Strukturen und in einem globalen Sicherheitsverständnis einen umfänglichen Ansatz. Die internationalen Bande bedürfen jedoch gleichermaßen einer stetigen Pflege sowie auch Vertiefung durch gegenseitige Konsultationen und abgestimmtes Handeln. Für die Funktionsträger der politisch-parlamentarischen Ebene ist daher unter anderem jederzeit die weltweite Mobilität mit hoher Planungs- und Durchführungssicherheit verfügbar zu machen. Insbesondere die zu überwindenden Distanzen bei kurzen Reaktionszeiten konzentrieren die Transportmittel im Wesentlichen auf die des Lufttransportes. Die Flugbereitschaft BMVg Die an ein zeitgemäßes Lufttransportmittel für die Staats- und Regierungsführung ge- stellten operationellen Kernforderungen beinhalten im Wesentlichen die uneingeschränkte Teilnahme am weltweiten, allgemeinen und militärischen Luftverkehr bei Tag und Nacht und bei jedem Wetter. Dabei ist die Einhaltung und Er- füllung nationaler und internationaler Regelwerke des Luftverkehrs ebenso zu berücksichtigen wie die nach ermüdungs- armem Reisen. Für die Funktionsträger des politisch-parlamentarischen Bereiches und besonders für die Regierungsmitglieder sind daher flexible, jederzeit verfügbare und möglichst multifunktionale Lufttransportmöglichkeiten im gesamten Reichweitenband bereitzustellen. Für die Bundesrepublik Deutschland erfüllt die Luftwaffe diese Forderungen und stellt dafür Lufttransportkapazitäten als Teil eines insgesamt übergreifenden, strategischen und taktischen Lufttrans- portauftrages bereit. Genauer betrachtet ist es die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung, kurz „Flugbereitschaft BMVg“ (FlBschft BMVg), die diese Leistung als einen Teil ihres fünf- geteilten Gesamtauftrages, „Lufttrans- porteinsatz“, „Luftbetankung“, „Passagier- und Frachtabfertigung“, „Herstellen und Erhalten der Einsatzbereitschaft“ und „Abwicklung des Regierungs- und Staatsflugbetriebes“, sicherstellt. Die FlBschft BMVg wurde am 1. Februar 1957 in Dienst gestellt und war ursprünglich nur als kleine Lufttransportstaffel zur „Erledigung spezieller Aufträge“ im Bereich des Verteidigungsministeriums bestimmt. Der Flugbetrieb wurde mit COUGAR AS-532


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