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HHK-4-2012

Gasteditorial Gastbeitrag Ebenfalls im ILS-Ansatz der Consinto integriert ist das ILS Business Process Consulting mit der bewährten ILS Software Familie „AMOSS®“. In enger Zusammenarbeit mit namhaften Firmen des Rüstungsbereiches führen die ILS-Spezialisten der Consinto derzeit Pilotprojekte für eine durchgängige und IT-gestützte Prozesskette durch, die einerseits eine nachhaltige Unterstützung laufender Beschaffungsprojekte gewährleistet und andererseits eine solide Basis für zukünftige Projekte liefert. So leistet Consinto ihren Beitrag für einen zeitgemäßen und optimierten Beschaffungsprozess, um unseren Soldaten die erforderliche Ausrüstung im vereinbarten Kostenrahmen erheblich schneller als bisher zur Verfügung zu stellen. Ihr Jacques de Vries Director Defence Industries Consinto GmbH – Ein Unternehmen der DATAGROUP Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser, mit der Entscheidung des Bundesverteidi- gungsminister Dr. Thomas de Maizière zur Neuausrichtung der Bundeswehr für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in einem politisch veränderten Umfeld sollen auch die Prozesse für die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Ausstattung der Truppe optimiert werden. Die bisher geltenden Verfahren zur Beschaffung von Wehrmaterial wurden, trotz wieder- holter Ansätze zur Beschleunigung, als zu schwerfällig bewertet und müssen überarbeitet werden. Auf Basis des CPM 2010 wurde die Überarbeitung der Verfahrensvorschriften eingeleitet und sollen mit einem neuen CPM 2012 so zeitgerecht veröffentlicht werden, dass ab 2013 eine neue und solide Grundlage für die Beschaffung von Wehrmaterial vorliegt. Eine erste Bewertung des neuen Ausrüstungs- und Nutzungsprozesses der Bundeswehr durch ein Gremium externer sachverständiger Rüstungsexperten bescheinigt in seinem Bericht vom Mai 2012 dem neuen Ausrüstungs und Nutzungsprozess grundsätzlich das Potenzial, der Truppe die erforderliche Ausrüstung im vereinbarten Kostenrahmen erheblich schneller als bisher zur Verfügung zu stellen. Man ist allerdings auch der Ansicht, dass dies allein nicht reicht, um die vorgesehenen Ziele zu erreichen und dass weitere Schritte folgen müssen, um das geforderte Änderungs- und Neuerungs- potenzial ausschöpfen zu können. Zusammenfassend kommt das Gremium zu dem Schluss, dass nur eine Agenturlösung genügend Anreize für die beteiligten Mitarbeiter hinsichtlich Entlohnung, Karriereentwicklung und Führung, ein Entfall der Kameralistik und durchgängige Unterstützung durch IT eine hinreichende Zielerreichung verspricht. Dabei sollen Industrie und externer Sachverstand von Beginn an in den Beschaffungsprozess einbezogen werden. Zu den weiteren Empfehlungen der Kommission zählt auch, dass die Life-Cycle-Kosten eines Projektes und die Integration in eine Gesamtarchitektur von Anfang an zu berücksichtigen sind und bei der Datenermittlung auf die Erfahrungen der Industrie zurückgegriffen werden sollte. Hier liefern die Methoden des „Integrated Logistic Support (ILS)“ durch eine analytische Betrachtung aller logistischen Elemente über den Lebensweg von Wehrmaterial wertvolle Ergebnisse für eine Optimierung von Lebenswegkosten. Voraussetzung hierfür sind durchgängige und generische ILS-Prozesse, die auf der Basis international anerkannter Spezifikationen und Standards vollständige und homogene Materialgrundlagen liefern. Nur so ist gewährleistet, dass diese Daten auch in einem SASPF-Umfeld der Bundeswehr genutzt werden können. Der IT-Spezialist Consinto arbeitet derzeit an einer ILS-Suite der zweiten Genera- tion, mit der die Forderungen nach einer Gesamtarchitektur und einer durchgängi- gen IT-Unterstützung zur Abbildung eines Beschaffungsprojektes erfüllt werden können. Hierzu gehören auch Software- Tools wie eine „Materiel Optimization Engine (MOE)“, mit der notwendige Ersatzteilmengen mathematisch genau bestimmt und damit Beschaffungskosten optimiert werden können. 10 HHK 4/2012


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