![]()
Die Fregatte KARLSRUHE läuft in den Hafen von Djibouti ein.
Foto: PIZ Marine/Ricarda Schönbrodt
Feldjäger sind integraler Bestandteil bei Auslandseinsätzen
Hunderte von Piratenüberfällen passierten weltweit in den Jahren 2008 und 2009. Hauptsächlich in den Seegebieten vor den Küsten Somalias am Horn von Afrika bis in den Indischen Ozean zu den Inseln der Seychellen. Damit ist ein Gebiet betroffen, das etwa 5,5 Millionen Quadratkilometern entspricht und etwa 15 Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland ist. Die somalische Übergangsregierung konnte die hohe Anzahl der zahlreichen Angriffe, Kaperungen oder Entführungen von Schiffen vor der somalischen Küste nicht eindämmen. Diese „Ohnmacht“ und die Bedrohung für den zivilen Schiffsverkehr führten zur größten maritimen Operation im Einsatzgebiet des gesamten Golfs von Aden, Teilen des Roten Meeres und der Küste Somalias. Am 10. November 2008 erhielt die EU das Mandat zur Überwachung des Operationsgebietes und dem Geleitschutz von Schiffen des Welternährungsprogramms (WEP). Ziel ist es, Präsenz von bewaffneten Kräften an Bord dieser Schiffe zu zeigen und damit vor seeräuberischen Handlungen abzuschrecken oder bewaffnete Raubüberfälle zu verhüten bzw. zu beenden. Das Mandat basiert auf dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1982 und insbesondere auf der VN-Resolution 1816 aus dem Jahr 2008. Deutsche Streitkräfte sind seit dem 19. Dezember 2008 an der Operation EU NAVFOR ATALANTA beteiligt.
