Der Deutschen Marine zeigt Wirkung, aber auch die Betreiber der Handelsschifffahrt müssen ihre Bemühungen verstärken![]()
Fregatte BRANDENBURG verfolgt ein Piratenschiff.
Foto: Bundeswehr
Obwohl seit nunmehr über einem Jahr permanent etwa 15 bis 20 Kriegsschiffe am Horn von Afrika zum Schutz der Handelsschifffahrt vor Piraterie stationiert sind, werden noch immer Schiffe überfallen und entführt. Die Kriegsschiffe operieren entweder unter nationalem Kommando (Russland, China, Japan, Indien, Südkorea, etc.) oder in einer der drei Maritime Task Forces (TF 465 der Europäischen Union, TF 508 der NATO und TF 151 der US-geführten Combined Maritime Force). Ein Vergleich der Überfälle der letzten Jahre in reinen Zahlen, ließe den Schluss zu, die Anwesenheit der Kriegsschiffe zeige keine Wirkung. So gab es zum Beispiel in 2009 rund doppelt so viele Überfälle als noch in 2008. Jedoch blieb die Zahl der Entführungen 2009 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Statistik zeigt: Endeten in 2008 noch rund 40% aller Piratenüberfälle in einer Schiffsentführung, hat sich diese Quote in 2009 etwa halbiert. Die Maßnahmen der Länder und Organisationen unter den diversen UN-Sicherheitsresolutionen zum Schutze der Schifffahrt am Horn von Afrika zeigen Wirkung. Auch Deutschland ist mit Kräften vor Ort und in Stäben beteiligt.