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Marine

U-Boote der Klasse U212A

bild1
U32 im Canale Navigabile, Tarent, Italien.

1.Ubootgeschwader mit modernsten Booten für zukünftige Aufgaben


Seit der Indienststellung des Unterseebootes U1 im Jahr 1906 haben U-Boote
das Bild der deutschen Marinen beeinflusst; in manchen Phasen der Geschichte
sogar maßgeblich geprägt. Die Zukunft dieser Waffengattung wird nunmehr mit
den modernsten, konventionellen U-Booten der Welt (U212A) fortgeschrieben,
von denen U31 bis U34 bereits fester Bestandteil sind und die Schwesterboote
U35 und U36 in Kürze das 1.Ubootgeschwader ergänzen werden. Während die
technischen Besonderheiten dieser neuen Generation außenluftunabhängiger
U-Boote mittlerweile auch in der Öffentlichkeit weitgehend bekannt sind,
erscheint in Diskussionen das Wissen über deren Auftrag zumeist noch durch
Eindrücke aus Filmen wie „Das Boot“ bestimmt zu sein – einer Zeit, die mit den
heutigen Bedrohungen nur noch wenig gemein hat. Tatsächlich sind die deutschen
U-Boote schon lange keine „grauen Wölfe“ mehr, sondern hervorragend für zukünftige,
multinationale Aufgaben geeignet.

Der etwas andere Job: Infanterie zu Land, zur Luft und zur See

Intensive Schießausbildung: Hier am leichten Maschinengewehr MG4 mit zusätzlicher Zieleinrichtung. Foto: HHK / JRosenthal
Intensive Schießausbildung: Hier am leichten Maschinengewehr
MG4 mit zusätzlicher Zieleinrichtung. Foto: HHK / JRosenthal


Die Marineschutzkräfte sind ein infanteristischer Verband der Marine

Die Deutsche Marine ist im weltweiten Einsatz. Im Rahmen der Bündnisverpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich die Marine an internationalen Einsätzen zur Krisenbewältigung, Konfliktverhütung und Friedenssicherung. Der Schutz von Seeverbindungen in internationalen Gewässern ist für Deutschland von vitalem Interesse. Der Schutz der eigenen Einheiten und Einrichtungen – insbesondere bei Auslandseinsätzen – ist Aufgabe der Marine selbst. Dazu verfügt die Marine über Marineschutzkräfte (MSK), die sie weltweit an Land im Bereich von Häfen, aber auch in Reeden und küstennahen Gewässern einsetzt. Diese Schutzaufgabe schließt auch den bordgestützten Einsatz ein, und zwar sowohl auf eigenen Einheiten, als auch auf anderen Schiffen, beispielsweise im Rahmen der EU-Mission ATALANTA. Des Weiteren werden Marineschutzkräfte wegen ihrer soliden infanteristischen Ausbildung und Befähigung auch für Sicherungsaufgaben in Afghanistan eingesetzt.
Als Folge der Transformation wurden die Marineschutzkräfte mehrfach umstrukturiert und sind seit dem 1. April 2005 in derzeitiger Struktur in Bataillonsstärke am Marinestandort Eckernförde stationiert. Das Bataillon ist der Einsatzflottille 1 eingegliedert und bildet zusammen mit den Spezialisierten Einsatzkräften Marine (SEK M) die einzige infanteristische Komponente der Marine.

Die Deutsche Marine im Einsatz vor dem Libanon – wie lange noch?

Das Mandat des Deutschen Bundestagesendet am 30. Juni

UNIFIL Verband im April 2008
UNIFIL Verband im April 2008

Der Sommerkrieg von 2006 – so werden im Libanon die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der Hisbollah, weiteren bewaffneten libanesischen
Gruppen und Israel vom 12. Juli bis 14. August 2006 genannt. In Deutschland
ist die Erinnerung daran weitgehend von aktuelleren Ereignissen überdeckt
worden, so dass auch der am Nahostkonflikt Interessierte sich kaum an diese
Facette des komplexen Konfliktes mit seinen vielfältigen, fast täglichen gewaltsamen Vorfällen erinnert. Nach der Tötung von acht und der Entführung
zweier weiterer israelischer Soldaten war die Lage an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon der so genannten „Blauen Linie“ – eskaliert. Israel setzte zu Beginn der Operation zunächst vorrangig Luft- und Seestreitkräfte ein. Alle Häfen wurden blockiert, um den Nachschub der Hisbollah mit Waffen zu unterbinden.
Der Handel über die libanesischen Häfen war in Folge der Auseinandersetzungen
völlig zusammen gebrochen. Erst im weiteren Verlauf der Operation
wurden verstärkt Landstreitkräfte gegen Hisbollah eingesetzt. Die Hisbollah
ihrerseits griff mit Raketen aus dem Südlibanon Städte und Siedlungen im
Norden Israels an.

Piraterie am Horn von Afrika – Strategien zum Schutz der Seeschifffahrt

Der Deutschen Marine zeigt Wirkung, aber auch die Betreiber der Handelsschifffahrt müssen ihre Bemühungen verstärken

Fregatte BRANDENBURG verfolgt ein Piratenschiff. Foto: Bundeswehr
Fregatte BRANDENBURG verfolgt ein Piratenschiff.
Foto: Bundeswehr


Obwohl seit nunmehr über einem Jahr permanent etwa 15 bis 20 Kriegsschiffe am Horn von Afrika zum Schutz der Handelsschifffahrt vor Piraterie stationiert sind, werden noch immer Schiffe überfallen und entführt. Die Kriegsschiffe operieren entweder unter nationalem Kommando (Russland, China, Japan, Indien, Südkorea, etc.) oder in einer der drei Maritime Task Forces (TF 465 der Europäischen Union, TF 508 der NATO und TF 151 der US-geführten Combined Maritime Force). Ein Vergleich der Überfälle der letzten Jahre in reinen Zahlen, ließe den Schluss zu, die Anwesenheit der Kriegsschiffe zeige keine Wirkung. So gab es zum Beispiel in 2009 rund doppelt so viele Überfälle als noch in 2008. Jedoch blieb die Zahl der Entführungen 2009 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Statistik zeigt: Endeten in 2008 noch rund 40% aller Piratenüberfälle in einer Schiffsentführung, hat sich diese Quote in 2009 etwa halbiert. Die Maßnahmen der Länder und Organisationen unter den diversen UN-Sicherheitsresolutionen zum Schutze der Schifffahrt am Horn von Afrika zeigen Wirkung. Auch Deutschland ist mit Kräften vor Ort und in Stäben beteiligt.

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