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Die Bewaffnung des Basissystems „Infanterist der Zukunft“


Die Handfeuerwaffen des Heeres unter Berücksichtigung der Bewaffnung
IdZ

Das G36 ist ein automatisches Sturmgewehr für Einzelfeuer und Feuerstoß, Kampfentfernung bis zu ca. 500 Meter, größte Schussweite 2.860 Meter. Foto: HHK / JRosenthal
Das G36 ist ein automatisches Sturmgewehr für Einzelfeuer und Feuerstoß, Kampfentfernung bis zu ca. 500 Meter, größte Schussweite 2.860 Meter.
Foto: HHK / JRosenthal


Seit Aufstellung der Bundeswehr im November 1955 hat sich auch bei der Einführung von Infanteriebewaffnung gezeigt, dass die Wehrtechnik sich ständig
weiterentwickelt und dadurch dem Soldaten neue Möglichkeiten eröffnet werden,
auch unter geänderten Rahmenbedingungen seinen Auftrag erfüllen zu können.
In der Regel werden neue Infanteriewaffen entwickelt, um die bestehende
Technik und Taktik zu verbessern. Im laufenden ISAF-Einsatz hat sich einmal mehr als taktische Herausforderung dargestellt, dass eine flächendeckende Standardausstattung den zahlreichen Bedürfnissen der einzelnen Einsatzelemente nicht mehr gerecht werden kann. Um den unterschiedlichsten Szenarien Rechnung tragen zu können, werden bei neuen Rüstungsprojekten entsprechende Waffenkonfigurationen zusammengestellt, in denen die Bereiche Feuerkraft, Präzision, Reichweite und Wirkung im Ziel berücksichtigt werden. Ein Beispiel für die Nutzung unterschiedlichster Infanteriewaffen im Verbund stellt das System „Infanterist der Zukunft – Basissystem“ (IdZ-BS) dar.

Das System „Infanterist der Zukunft“ ist eine modular aufgebaute Kampfausstattung für den abgesessen kämpfenden Soldaten. Schwerpunkt sind nicht die Fähigkeiten des Einzelschützen, sondern die Fähigkeiten als Gruppe.
Die Kampfausstattung „Infanterist der Zukunft“ beinhaltet Ausstattungskomponenten aus den Bereichen:

– Bekleidung und persönliche Ausrüstung,
– Elektronik,
– Optronik und
– Bewaffnung.

Der taktische Führer befiehlt dabei lageund auftragsabhängig die mitzuführenden Waffen- und Ausrüstungsanteile aus dem Systemumfang und beantragt ggf. weitere nicht systemspezifische Ausrüstungsmittel. Im Weiteren wird auf die unterschiedlichen Waffen und waffenspezifisches Zubehör im System
IdZ-BS eingegangen. In einem Folgeartikel ist vorgesehen (Schwerpunktthema
Hardthöhenkurier, Ausgabe 4/2010), das Zusammenspiel aller Komponenten des
Basissystems „Infanterist der Zukunft“ detaillierter darzustellen.

Sturmgewehr G36A2

Das G36A2 ist eine Weiterentwicklung des seit 1995 in die Bundeswehr eingeführten Sturmgewehrs G36A0 und der seit Ende 2000 in der Nutzung befindlichen G36A1 Variante. Es wurde in den Jahren 2003 und 2004 im Zusammenhang mit den Systemen IdZ beschafft.

G36A2 ohne ErgS. Foto: Heeresamt, HA V 3 (3)
G36A2 ohne ErgS.
Foto: Heeresamt, HA V 3 (3)


Der maßgebliche Unterschied zu den bisherigen Modellen G36A0/A1 besteht
in einem geänderten Hauptkampfvisier. Hier wurde das Standardreflexvisier
durch ein Reflexvisier Small Arms (RSA) der Fa. Zeiss ersetzt, da dieses mit der Bildverstärkerbrille LUCIE nutzbar ist und so die Waffe auf kurze Entfernung bedingt nachtkampffähig macht. War die Adaption des Abschussgerätes AG40-2/A1 bei der Variante A0 nur mittels einer Schelle möglich, so lässt es sich beim G36A1/A2 direkt an der geänderten Gasabnahme abstecken. Im Rahmen einer technischen Anpassung wurden 2008 beginnend alle G36A2 mit einer verkürzten Schulterstütze ausgerüstet, um den geänderten ergonomischen Erfordernissen beim Einsatz mit der „Schutzweste Infanterie“ Rechnung zu tragen.

Den gesamten Text können Sie durch Erwerb eines Abonnements lesen, Infos finden Sie hier.
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